Erst auf den zweiten Blick als Dusch-WC zu erkennen: das neue Geberit AquaClean Sela.

Andere Länder, andere Sitten

Deutsche und Japaner haben verschiedene Toilettengewohnheiten. Kulturelle Unterschiede lassen sich auch bei Einrichtung und Hygienestandards erkennen.

Auf dem Dusch-WC in Japan und in Deutschland

Fast jeder zweite Deutsche ab 18 Jahren (41 Prozent) wünscht sich ein Dusch-WC – so das Ergebnis einer von uns in Auftrag gegebenen repräsentative Forsa-Umfrage aus 2018*. In Japan dagegen haben 75 Prozent der Haushalte ein Dusch-WC, weiß Marco Müller. Er ist seit Februar neuer Geberit Regionalvertriebsleiter Ausstellungen und Design im Bereich Süd, beschäftigt sich mit dem Thema Dusch-WC in Japan schon viele Jahre und hat im Gespräch noch weitere Toiletten-Geschichten aus dem Land des Lächelns verraten.

Dusch-WC ist in Japan Standard

Es war in den 1980er-Jahren, als die Hightech-Toilette mit Waschfunktion, Trockner und Sitzheizung ihren Siegeszug in Japan antrat. Längst versprüht sie auf Wunsch auch wohlriechende Düfte, verfügt über eine Selbstreinigungsfunktion sowie viele andere Komfortfunktionen und ist nicht nur in Wohnungen und Hotels zu finden. „Auch im öffentlichen und halböffentlichen Bereich ist das Dusch-WC in Japan Standard. Da ist uns der asiatische Markt deutlich voraus“, sagt Marco Müller.

Marco Müller ist Geberit Regionalvertriebsleiter Ausstellungen und Design im Bereich Süd.

Marco Müller weiß um die Dusch-WC Vorlieben der Japaner.

Funktionalität und Design im deutschen Bad

Und noch etwas ist anders in Japan: „Dort stehen Funktion und technische Finessen im Vordergrund. Deutsche Kunden hingegen wünschen sich vor allem ein optisch ansprechendes WC, das mit Waschtisch, Wanne und Badmöbeln harmoniert und zum stimmigen Gesamtbild im Badezimmer beiträgt“, beobachtet Marco Müller. Das bestätigt auch die Forsa-Umfrage: Anforderungen an die Inneneinrichtung im deutschen Bad sind neben einer hohen Funktionalität (63 Prozent der Befragten) auch das moderne und zeitgemäße Design (40 Prozent).

Dusche, Dusch-WC und Waschtisch als harmonische Einheit.

Deutsche Kunden wünschen sich Badezimmer aus einem Guss.

Apropos Optik: Die Japaner sehen auch darüber hinweg, wenn Stromzufuhr oder Wasserzuleitung zum Dusch-WC sichtbar sind. In Deutschland geht das nicht, weiß Marco Müller. „Die Kunden wünschen sich ein WC, in das die Duscheinheit komplett integriert ist. Das Design muss auch bei der Toilette stimmen.“ So wie beim neuen Geberit AquaClean Sela, das sich erst auf den zweiten Blick als Dusch-WC zu erkennen gibt und seine inneren Werte wie TurboFlush-Spültechnik und Co. nur denjenigen offenbart, die ganz genau hinsehen. Das japanische Dusch-WC kommt dagegen etwas klobiger daher, kann dafür zum Beispiel Musik oder Spülgeräusche erzeugen. Die Otohime (zu Deutsch „Geräuschprinzessin“) darf nämlich auf den meisten japanischen Toiletten nicht fehlen, um eventuell peinliche Geräusche zu übertönen.

In Japan sind Dusch-WCs Standard, die Strom- und Wasserleitungen sind oft sichtbar.

Sichtbare Leitungen und Kabel: In Japan kein Problem, in Deutschland ein No-Go.

Hygiene in Deutschland und Japan

In Japan wird Hygiene wird ganz groß geschrieben: So halten die Japaner beispielsweise immer den nötigen Abstand voneinander, um sich nicht mit Krankheiten anzustecken. Beim Toilettengang wird daher besonders auf Reinlichkeit geachtet und das beginnt schon beim Betreten des Raumes: Straßenschuhe sind Tabu, WC-Slipper die Lösung. Das Dusch-WC, bekannt für seine reinigende Wirkung, sorgt für das Frischegefühl nach dem Geschäft. Für Sauberkeit bis in die Fingerspitzen hat der Japaner immer Seife und ein kleines Handtuch im Gepäck. „Papierhandtücher sind in öffentlichen Einrichtungen oft Mangelware. Das kennen wir auch in Deutschland, doch gerade in Toiletten wird zunehmend auf berührungslose und neue Techniken gesetzt, wie Wasserhähne mit Sensor oder ein Föhn, der die Hände trocknet“, erklärt Marco Müller. Er ist sicher: Was in anderen Ländern wie Japan längst Standard ist, wird auch in Deutschland früher oder später Einzug halten.

* Zu den Befragten zählen 1.001 Frauen und 502 Männer.

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