Von Weiß bis Koralle: 2019 ist im Bad farblich erlaubt, was gefällt.

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Bad-Trends 2019

Ob Farbe, Technik oder Licht: Interior-Designerin Sigrid Gutberlet blickt für uns in die nahe und ferne Zukunft des Bads.
Interior-Designerin Sigrid Gutberlet

Interior-Designerin Sigrid Gutberlet

Von Grautönen bis TV: Das ist angesagt im Bad

Kräftige Farben oder gedeckte Töne, technische Finessen und Stimmungslicht. 2019 ist im Bad erlaubt, was gefällt! Interior-Designerin Sigrid Gutberlet, Inhaberin des Homestyling-Büros Findhus, hat mit mir wieder über aktuelle Trends gesprochen und einen Blick in die Zukunft des Bads geworfen.

Volker: Frau Gutberlet, im vergangenen Jahr haben wir hier auf dem Blog schon einmal über aktuelle Trends im Bad gesprochen. 2018 waren Sie der Meinung, dass künftig vermehrt große, hinterleuchtete Glaswände und TV-Geräte im Bad zu finden sein werden. Besteht der Trend weiterhin?

Sigrid Gutberlet: Ja und Nein. Hinterleuchtete Glaswände sind ein kostenintensiver Luxus und fallen leider nach der Kalkulation oft hinten runter. Stattdessen entscheiden sich meine Kunden für Verglasungen im Industrial Loft-Style oder für großformatige Tapeten als Eyecatcher im Bad. Der Wunsch nach einem Fernseher im Bad begegnet mir häufiger. Das reicht von großformatigen Geräten, auf denen man in der Wanne liegend einen Film anschauen kann, bis zu fast unsichtbar in den Spiegel integrierten Screens, die schon morgens beim Rasieren über die aktuellen Nachrichten informieren.

Volker: Lassen Sie uns über Farbe sprechen. Welche Farbtöne spielen im Bad 2019 eine Rolle?

Sigrid Gutberlet: Die Farbpalette zeigt sich in diesem Jahr nicht nur im Bereich der Fliesen wie ein bunter Strauß. Fast alles ist möglich! Dies spiegelt sich auch in dem Angebot farbiger Waschbecken, bunter Badmöbel und der extrovertierten Wandgestaltung. Neben Trendfarben wie Living Coral sind erdige und dunkle Grautöne wie Lavagrau angesagt. Neu sind auch Musterfliesen in Grauabstufungen.

Grünpflanzen oder andere attraktive Blickfänger sorgen für einen guten Start in den Tag.

Grünpflanzen im Bad schaffen eine angenehme Atmosphäre.

Volker: Haben Sie Tipps für unsere Leser, wie sie Farbe gekonnt im Bad einsetzen können?

Sigrid Gutberlet: Sicher! Man kann mit Einzelelementen Akzente setzen oder das gesamte Bad farbenfroh gestalten. Wichtig ist nur, dass kleinere Bäder nicht überladen werden. Als Kontrast setzt sich parallel dazu der Minimalismus durch, der auf ruhige Farben und bewussten Verzicht setzt. Dabei kann eine helle oder dunklere Farbpalette ausgewählt werden, entscheidend ist eine monochrome Zusammenstellung ohne Brüche. Aber Weißtöne sind 2019 noch immer eine gute Grundlage, um mit der gesamten Farbpalette spielen zu können.

Das Geberit AquaClean Mera sorgt für farbliche Lichtakzente im Bad.

Für kleine Lichtakzente im Bad sorgt das Orientierungslicht des AquaClean Mera, das per Fernbedienung oder App in unterschiedlichen Farben eingestellt werden kann.

Volker: Farbe kann auch mit Licht verbunden werden, wie etwa unsere Dusch-WCs AquaClean Mera und Sela zeigen: Mit dem Orientierungslicht besteht die Möglichkeit, verschiedene Farbakzente im Bad zu setzen. Wie sehen Sie das Thema Licht im Bad und wie kombinieren Sie dieses optimal mit Farbe?

Sigrid Gutberlet: Ja, sie bieten mit dem Orientierungslicht an den Dusch-WCs eine tolle Chance, Licht und Farbe zu variieren und beides dezent in jedes Badambiente – auch nachträglich – zu integrieren. Im Allgemeinen sind Licht und Farbe im Badezimmer leider auch 2019 ein komplexes Thema, das noch immer von Häuslebauern und Architekten vernachlässigt wird. Ein professionelles Beleuchtungskonzept gehört in die Hände eines versierten Lichtberaters, den man sehr früh in sein Bauvorhaben einbinden sollte. Ich stelle immer wieder fest, dass viele Menschen Licht und Leuchte verwechseln. Das gewünschte Licht steht jedoch weit vor der Leuchte. Der Lichtplaner erarbeitet ein Konzept von A bis Z, damit Licht und Farbe optimal harmonieren. Die Form der Leuchten ergibt sich daraus oft von selbst, die Auswahl ist inzwischen enorm.

Volker: Im modernen Bad treffen zwei Welten aufeinander: Fernsehen, Musik und Digitalisierung einerseits, der Wunsch nach Ruhe, Entspannung und Reduktion aufs Wesentliche andererseits. Wie lassen sich diese unterschiedlichen Anforderungen in ein- und demselben Raum umsetzen?

Sigrid Gutberlet: Mithilfe von verstecktem Stauraum und nahezu unsichtbarer Technik passt beides zusammen. TV-Geräte sind in Einbauten oder Spiegeln versteckt, Musik und Beleuchtung werden smart gesteuert. Vielen reicht auch ein Einzellautsprecher, der sich mit dem Handy verbinden lässt. Solche kleinen Geräte fügen sich unaufdringlich in jedes Ambiente ein. Die Zeiten, in denen man Zahnputzbecher, Seifenschalen oder WC-Bürsten offen zeigte, sind vorbei. Wer möchte schon morgens als erstes ein unübersichtliches Chaos aus Tuben und Flacons sehen? Stattdessen sind Grünpflanzen und Stimmungslichter in Verbindung mit attraktiven Blickfängen der perfekte Start in den Tag!

Volker: Das stimmt! Die Frage, wie man dem „unübersichtlichen Chaos“ Herr wird, treibt Geberit übrigens auch um. Unsere Lösung: die Badserie Acanto.

Geberit Acanto Spiegelschrank bietet extra viel Staufläche.

Der Geberit Acanto Spiegelschrank bietet genügend Stauraum und Ablagefläche, um das Chaos an Tuben und Flacons zu verbergen.

Wagen wir zum Schluss noch einen Blick weit in die Zukunft: Wie sieht das Bad im Jahr 2050 Ihrer Meinung nach aus?

Sigrid Gutberlet: Oha, jetzt wollen Sie es aber wissen! (lacht) Vielleicht wird es kein klassisches Bad mehr geben, sondern eine ausgereifte Verschmelzung zwischen Räumen, Innen und Außen. Neue Materialien, andere Oberflächen und vielleicht eine Technik, die derzeit noch nicht mal in den Kinderschuhen steckt? Lediglich beim WC sehe ich noch das ungebrochene Recht auf Privatsphäre.

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