Das Wort Tabu aus Würfeln zusammengesetzt.

Service & Ratgeber

No more Tab-Oohh!

Hat da jemand Toilette gesagt?! Warum wir das WC aus der Schmuddelecke rausholen sollten. Und wie es da überhaupt hinkam.

Seid stolz auf eure Toilette!

Heute, am 19. November, ist wieder Welttoilettentag. Er soll daran erinnern, dass sanitäre Anlagen, wie wir sie in unserer Kultur kennen, in anderen Teilen der Welt leider noch immer nicht selbstverständlich sind: Mehr als 2,5 Milliarden Menschen leben laut UN-Angaben ohne ausreichende Sanitärversorgung. Umso überraschender finde ich, dass wir hier in Scham versinken, wenn es um unseren Toilettengang geht. Dabei haben unsere modernen Keramiken mit Wasserspülung doch gar nichts mit den Plumpsklos früherer Zeiten zu tun.

Woher kommt unsere Scham beim Thema Darm?

Vor ein paar Monaten zum Beispiel habe ich spät abends eine Talk-Show mit einigen Promis gesehen. Es war eine lockere Runde. Als einer von ihnen jedoch auf sein Dusch-WC zu sprechen kam, stockte das Gespräch, manche der Promis lachten peinlich berührt. Dabei war weiter gar nichts geschehen. Außer dass jemand das Wort „Klo“ öffentlich in den Mund genommen hatte. Warum ist das so? Toiletten gehören hierzulande doch zu den normalsten Dingen der Welt. Darüber sprechen wollen aber die Wenigsten.

Frau hält sich peinlich berührt die Hand vor den Mund.

Oopps! Hat da jemand Toilette gesagt!?

In modernen westlichen Kulturen ist es nicht üblich, über seine Ausscheidungen zu sprechen. Das ist einfach ein No-Go. Dabei wird übersehen, dass die moderne Toilette für mehr Hygiene und damit auch für eine gestiegene Lebenserwartung gesorgt hat. Das Tabu hält sich jedoch hartnäckig, das WC scheint noch immer anrüchig. Die Hautärztin Dr. med. Yael Adler, die in ihrem Buch „Darüber spricht man nicht“ körperliche Tabuthemen und -zonen beleuchtet, schreibt dazu: „Tabus (werden) selten offen oder gar öffentlich dokumentiert. Es sind eher tradierte, durch Familie und Gesellschaft anerzogene und stillschweigend befolgte Regelwerke.“ Durch seine gewachsene Selbstverständlichkeit ist das Tabu also schwer zu brechen. Wie Dr. Adler denken aber auch wir, dass einer den Anfang machen muss und wir uns dem Ganzen unverkrampfter widmen sollten!

Lächelndes Kothäufchen.

Feiert in Korea nicht nur als Emoji Erfolg: das Kothäufchen.

(P)Oops, I did it again

In anderen Teilen der Welt gehen die Menschen offener mit dem Thema um. Wie in Südkorea zum Beispiel. Dort ist die Darmausscheidung etwas Positives und Selbstverständliches, die unmittelbar mit dem Essensvorgang und dem Wachstum in Verbindung gebracht wird. Und der man mit überdimensionierten Kloschüsseln und Kot-Skulpturen huldigt – oder mit lustigen Häufchen-Emojis. Auch im alten Rom hatte man keine Berührungsängste, was die eigenen Ausscheidungen anging – oder die anderer: Dort traf man sich auf öffentlichen Latrinen, um seine Geschäfte zu machen. Und das im doppelten Wortsinn.

Vielleicht finden wir künftig einen Weg, etwas gelassener mit dem Thema umzugehen. Ich bin nämlich der Meinung, dass wir allen Grund haben auf unsere Sanitärversorgung stolz zu sein. Wir von Geberit sind es jedenfalls und tun einiges dafür, dass sie immer mehr Menschen zugänglich wird: Gut, dass es dich gibt, Toilette!

0
Was meinst du dazu?
Wir freuen uns über deinen Kommentar! Dieser kann nach Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht werden. Solltest du eine Frage haben, sende gerne eine E-Mail an blog.de@geberit.com. Wir beantworten sie dir gerne!
Noch 300 Zeichen
Das könnte dich auch interessieren:

Tastatur gegen Rohrzange
mehr lesen

Hilfe für Rautani
mehr lesen
 

Vom Tabu zum Oohh!
mehr lesen

Andere Länder, andere Sitten
mehr lesen
 

Hier schreiben unsere Experten

Jetzt kennenlernen
Zum Seitenanfang
Jetzt
teilen!