Frau hält sich die Hand vor den Mund.

Zu Gast

Vorsicht Fettnäpfchen!

Mit fremden WCs kennt sie sich aus: Reise-Bloggerin Antje Gerstenecker zum Tag der Peinlichkeiten über die häufigsten Missgeschicke rund um die Toilette.

Oohh-Oohh – heikle Momente auf dem stillen Örtchen

Zum heutigen Tag der peinlichen Momente kann bestimmt jede(r) von uns eine heikle Situation beim Gang auf das stille Örtchen beisteuern. Mir geht es nicht anders. Ob Gefrierbrand-Gefahr auf einem Outdoor-WC in Schwedisch Lappland bei minus 15 Grad, Frösche und Heuschrecken auf naturnahen Klosetts in exotischen Ländern oder eine im WC versenkte Taschenlampe: Als Reise-Bloggerin habe ich schon die verrücktesten Toiletten-Begebenheiten erlebt.
Dabei frage ich mich, warum die Toilette überhaupt als stilles Örtchen bezeichnet wird. Klar, jeder von uns möchte beim Toilettengang gerne seine Ruhe haben und vor allen Dingen unbeobachtet sein – doch die Realität bei öffentlichen Toiletten sieht oft ganz anders aus. Daraus resultieren nicht selten Momente, die zwar sehr menschlich, aber auch schrecklich peinlich sind.

Jetzt aber schnell!

Manchmal muss es schnell gehen. Je dringender das Bedürfnis, umso länger scheint die Schlange vor der Damentoilette. Hier steht niemand gerne länger als notwendig und natürlich wird die Dringlichkeit gekonnt verschleiert. Vornehme Zurückhaltung ist das Zauberwort, während der verzweifelte Versuch läuft, den Worst Case zu verhindern. Doch manchmal hilft alles nichts – die einzige verbleibende Möglichkeit ist, die eigene prekäre Lage zu offenbaren und um Vortritt zu bitten. Das lenkt natürlich die Aufmerksamkeit aller auf einen und macht den unbeobachteten Toilettengang quasi unmöglich.

Frauenbeine in High Heels. © NinaMalyna

Jetzt aber schnell: Warum muss auf der Damentoilette aber auch immer so viel los sein? © NinaMalyna

Die Alternative? Sicher nicht das Ausweichen auf das meist weniger besuchte Herrenklo – auch wenn erst einmal weit und breit niemand zu sehen ist. Spätestens beim Verlassen der Toilettenkabine hat sich mit Sicherheit in der Zwischenzeit mindestens ein Herr der Schöpfung eingefunden, der sich an den Urinalen erleichtert. Das nenne ich einen richtig peinlichen Moment – und zwar für alle Beteiligten!

Von Wind- und Waldgeräuschen

Du hast endlich eine Kabine für dich ergattert? Was für eine Wohltat! Wenn da nur nicht die ganzen anderen Anwesenden wären, die einen zwar nicht sehen, aber hören können! Jetzt wäre eine überlagernde Geräuschkulisse ziemlich angenehm. Nicht umsonst gibt es in asiatischen Ländern Dusch-WCs mit Waldgeräuschen und Musik, die von etwaigen Lauten aus den Kabinen ablenken sollen. Doch meist ist das Gegenteil der Fall. Es herrscht dramatische Stille und das Gefühl, dass sämtliche Ohren der Wartenden auf dich gerichtet sind. Vielleicht hilft es dir ja beim nächsten Mal, dich daran zu erinnern, dass ein vollkommen tonloser Toilettengang quasi unmöglich ist und es (fast) jedem so geht!
 

Geberit AquaClean Mera mit Fernbedienung.

Mit Dusch-WCs gehören ungewollte Fähnchen als Mitbringsel vom Toilettengang der Vergangenheit an.

Papier für alle Fälle

Fehlendes Klopapier ist ärgerlich, in öffentlichen Toiletten aber keine Seltenheit. Wenn du dann nicht gerade ein Dusch-WC unterm Popo hast, das den Intimbereich mit einem sanften Wasserstrahl reinigt und danach trockenföhnt, wird es richtig unangenehm. Ich empfehle für solche Fälle immer ein paar Papiertaschentücher griffbereit zu haben. Noch peinlicher finde ich es allerdings, wenn das Toilettenpapier allzu anhänglich ist und etwa am Schuh kleben bleibt. Der Anblick der ungewollten Fähnchen ist für andere vielleicht lustig. Doch wo ist das Loch im Boden, wenn du darin versinken möchtest? Darum schadet es nicht, vor Verlassen der Kabine zu kontrollieren, ob sich nicht irgendwo ein unfreiwilliges Anhängsel befindet.

Gefangen auf dem stillen Örtchen

Warum auch immer – aber es scheint im Vergleich zu anderen Türen überproportional oft vorzukommen, dass die Klinken der Toilettentüren abfallen oder abbrechen. Kein Witz, das ist mir und meiner Familie schon zweimal passiert! Damit wird das Örtchen zu einem recht unappetitlichen Gefängnis. Die Abstände unter den Türen sind zu klein, um darunter durch zu kriechen – und oben drüber zu klettern ist meist ebenfalls keine Option. Dann ist es gar nicht so schlecht, wenn vor der Tür jemand wartet. Oder wenn du ein Handy dabei hast, um Hilfe zu rufen.

Und Tschüss!

Apropos „Dabeihaben“: Extrem peinlich und risikoreich ist es, aus Versehen etwas im Toilettenwasser zu versenken. Und erst die mitleidigen Blicke deiner Mitmenschen, wenn du versuchst, den verunglückten Gegenstand zu säubern und abzutrocknen! Besonders gefährdet sind Autoschlüssel, Handys oder Leuchtmittel. So habe ich zum Beispiel herausgefunden, dass wasserdichte Taschenlampen in der Toilettenschüssel weiterleuchten können. Achte also am besten immer darauf, vorab alle losen Gegenstände zu sichern oder zu verstauen (was manchmal gar nicht so einfach ist, wenn Ablageflächen oder Kleiderhaken fehlen). Erst recht, wenn du ein Plumpsklo benutzt. Hier ist es so gut wie unmöglich, den verlorenen Gegenstand zu retten.

Smartphone in der Toilette. © nitikornfotolia

Die Horrorvorstellung schlechthin: das in der Toilette versenkte Handy. © nitikornfotolia

Unfreiwillige Dusche

Manche Toilettenspülung ist unberechenbar und sorgt für eklige Spritzduschen. Bevor du dich einnässen lässt, ist es keine schlechte Idee, den Deckel vor dem Spülen zu schließen. Sollte der Boden rund um die Toilette also bereits sehr nass oder kein Deckel vorhanden sein, suchst du dir besser eine Alternative. Auch wenn du dann etwas länger warten musst. Du weißt ja: Im Notfall einfach kurz fragen...

 

Über Antje Gerstenecker

Antje Gerstenecker berichtet auf ihrem Familien-Reiseblog Mee(h)r-erleben.de über verschiedene Länder, Reise- und Buchtipps, Schlemmer-Gerichte und liefert Berichte aus ihrem Heimatland Baden-Württemberg.

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