Die Auszubildenden und Teilnehmer des Sozialprojekts von Geberit vor der gestalteten Schulwand in Kambodscha.

Zu Gast

Bangkon? – Wo sind die Toiletten?

Mit neun weiteren Auszubildenden helfe ich bei der Installation von Toiletten für 1050 Lehrer und Schüler in einer der ärmsten Regionen Kambodschas.

WC-Installation zur Unterstützung einer Schule in Kambodscha

Eine Gruppe unserer Auszubildenden hatte die Chance, im November 2019 an einem Sozialprojekt in Kambodscha teilzunehmen. Manuel Moser hat sich bereiterklärt, seine Erlebnisse hier auf dem Blog zu teilen:

Hallo, mein Name ist Manuel Moser, ich bin 22 Jahre alt und in meinem dritten Lehrjahr als Mechatroniker in Pfullendorf. Anfang November habe ich eine unvergessliche Zeit bei meiner Teilnahme am Geberit Sozialprojekt in Kambodscha erlebt. Die Aufgabe, an einer Schule mit 1.050 Lehrern und Schülern in nur zwei Wochen die Installation sämtlicher Sanitäranlagen auf die Beine zu stellen und damit einen echten Beitrag für mehr Hygiene in einem der ärmsten Länder der Welt zu leisten, war ein unvergleichliches Erlebnis, bei dem ich jederzeit wieder gern dabei wäre.

 

Ein Geberit-Auszubildender zeigt auf eine Schiefertafel auf der die Zahlen eins bis fünf geschrieben sind.

Die Auszubildenden von Geberit packen vor Ort mit an und bringen den Schülern unter anderem deutsche Zahlen bei.

Super fand ich, dass wir direkt helfen konnten und nicht einfach nur eine Spende geschickt haben, von der man nie weiß, ob sie tatsächlich ankommt. Hier waren wir direkt vor Ort und konnten sofort mit anpacken. Solche Projekte sollte es noch viel öfter geben.

Unwissenheit macht krank

Für uns sind Sauberkeit, Hygiene und die Verfügbarkeit von Sanitäranlagen selbstverständlich. In Kambodscha fehlt beides und gerade Kinder sind besonders gefährdet. Ein großer Teil der Bevölkerung dort weiß nicht, dass viele Krankheiten durch schlechte Hygiene entstehen. Die Menschen nutzen Flüsse zum Waschen und Baden und gleichzeitig als Toilette, weil es kaum Sanitäranlagen gibt.

Manuel Moser und Schulkinder sitzen um ein aufblasbares Schwimmbeckern und lernen richtiges Händewaschen.

Wie funktioniert richtiges Händewaschen? Das zeigt Manuel Moser den Kindern spielerisch im Praxis-Unterricht samt improvisiertem Waschbecken

Diese Missstände haben wir bei unserer Ankunft in Siem Reap selbst erlebt. Und obwohl ich vorher viel darüber gelesen hatte, war ich doch ziemlich überrascht vom Schmutz und dem abweichenden Verständnis von Sauberkeit und Müllentsorgung in Kambodscha. Wie wichtig diese Sozialprojekte von Geberit sind, und wie viel man mit relativ einfachen Mitteln vor Ort bewegen kann, ist mir bei unserer Reise erst richtig bewusst geworden. Ich bin sehr dankbar und froh, ein Teil davon gewesen zu sein.

Zehn Auszubildende packen an

Damit wir unser ambitioniertes Projekt innerhalb des engen Zeitplans realisieren konnten, haben sich alle Auszubildenden vor der Reise in Jona zu einem zweitägigen Workshop getroffen, in dem wir für Kambodscha vorbereitet und geschult wurden. Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich selbst als Mechatroniker noch so viel dazu lernen könnte, das war wirklich spannend. Auch meine anderen Mitstreiter, zum Teil Neulinge aus den kaufmännischen Ausbildungsberufen, konnten nach den zwei Tagen Rohre verlegen und mit den Werkzeugen umgehen, bevor es nach Kambodscha losgehen sollte.

: An einem großen Waschbecken mit fließend Wasser helfen die Auszubildenden von Geberit den Kindern beim Zähneputzen.

Auch das korrekte Zähneputzen darf nicht vernachlässigt werden und funktioniert mit helfender Anleitung problemlos.

Manuel Moser ist dabei die Geberit Unterputz-Spülkästen an der Wand zu montieren

Während die eine Hälfte der Auszubildenden halbtags die Kinder betreut, arbeitet die andere Hälfte parallel auf der Baustelle vor Ort – anschließend wird gewechselt.

Unsere Tage vor Ort waren ziemlich straff organisiert. Gleich morgens um 8:00 Uhr sind wir zur Baustelle gefahren und haben uns in zwei Teams aufgeteilt. Die einen haben bis Mittag auf der Baustelle gearbeitet, die anderen haben die Kinder betreut und ihnen wichtige Hygieneregeln, wie beispielsweise richtiges Händewaschen oder allgemeine Tipps für Hygiene im Bad nähergebracht. Nach dem Mittagessen ging es dann auf der Baustelle weiter bis abends. Zwischendurch gab es auch längere Arbeitstage, damit wir pünktlich nach den zwei Wochen fertig wurden. Aber das war nie ein Problem, denn es gab in der Gruppe einen tollen Zusammenhalt und eine großartige Arbeitsmotivation.

Kommunikation mit Händen und Füßen

Ich glaube das Wort, bzw. die Frage, die mir immer im Gedächtnis bleiben wird, ist „Bangkon?“ (zu Deutsch: Wo sind die Toiletten?). Danach vielleicht noch das Wort „Tuk Tuk“ für Taxi. Ansonsten mussten wir uns trotz Dolmetscher vor Ort ziemlich oft mit Händen und Füßen verständigen. Vor allem, wenn es bei der Abstimmung der einzelnen Arbeitsschritte zwischendurch zu lustigen Missverständnissen mit den einheimischen Bauarbeitern kam. Unterstützung erhielten wir von Kamboo-Project, einem Team, die als Dolmetscher und Reisebegleiter fungierten und das Projekt betreut haben. Auch einige der Schüler konnten sehr gut Englisch, so dass wir uns sehr gut mit ihnen verstanden haben. Deshalb ist ihnen und uns der Abschied nach den zwei Wochen auch so schwer gefallen. Die große Abschiedsparty war wirklich rührend. Viele der Kinder hatten uns aus Dankbarkeit für unsere Arbeit schöne Plakate gemalt und gestaltet.

Faszination Kambodscha

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase muss ich sagen, dass mir Land und Leute in den zwei Wochen richtig ans Herz gewachsen sind. Dazu hat natürlich auch das tolle Rahmen- und Freizeitprogramm beigetragen, dass unsere Coaches für uns auf die Beine gestellt hatten. So konnten wir die Region Siem Reap und Kambodscha insgesamt kennenlernen. Auf unserem Programm standen unter anderem der Besuch der legendären Tempelanlage Angkor Wat, eine Bootstour zu den schwimmenden Dörfern auf dem Tonle Sap und der Besuch einer Lotusblumenfarm. Mein Fazit: Ein sehr gastfreundliches Land mit tollen Menschen.

Die Teilnehmer des Sozialprojekts von Geberit und die Schüler aus Siem Reap haben sich mit Plakaten vor der Schule aufgestellt.

Bei der Abschiedsparty nach den zwei Wochen vort Ort haben viele der Kinder Plakate gemalt und gestaltet.

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