Mann sitzt im Schlafanzug auf einer Toilette.

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Es gibt keine Toilette wie zu Hause

Nach Hause kommen, Schuhe ausziehen und direkt auf die Toilette gehen. Das kennen viele! Psychologe Nick Haslam weiß, warum.
Helles, modernes Bad mit Geberit AquaClean Dusch-WC

Die vertraute Umgebung in unserem Bad zu Hause, gibt uns das Gefühl von Sicherheit und lässt uns entspannen.

Warum viele von uns nur zu Hause können

Letzte Woche habe ich euch berichtet, warum es sich unserer Meinung nach lohnt, aus dem Grundbedürfnis Toilettengang ein Erlebnis zu machen. Heute will ich euch mehr dazu erzählen, denn bei meiner Recherche bin ich über einen spannenden Artikel im renommierten US-Magazin „The Atlantic“, welches über Themen wie Kultur, Literatur und Politik berichtet, gestolpert. Darin geht es um das Phänomen, warum wir das dringende Bedürfnis haben, auf die Toilette zu gehen, wenn wir nach Hause kommen. Wer kennt dieses Gefühl nicht?

Man kommt nach einem langen und anstrengenden Tag heim und der erste Gang führt – genau, zur Toilette! Der Beitrag liefert eine spannende Erklärung dafür. Sie stammt vom australischen Psychologieprofessor Nick Haslam, Autor des Buches „Psychology in the Bathroom“. Er sagt: „Die meisten Menschen fühlen sich wohler, wenn sie in vertrauter – und privater – Umgebung auf die Toilette gehen." Dies ist zurückzuführen auf die sogennante „mind/body connection“: Professor Haslam erläutert in seinem Buch, dass alles, was wir fühlen und denken, eine direkte Auswirkung auf unseren Körper und somit auch auf unseren Toilettengang hat. Wenn wir nach Hause kommen, fühlen wir uns geborgen und wohl. Wir wissen, wir sind an diesem Ort sicher und niemand verurteilt uns. Dieser entspannte Zustand hat direkte Auswirkungen auf unseren Körper: Unser Darm entspannt sich und so kann auch der Toilettengang eingeleitet werden. Unsere mentale Verfassung beeinflusst unseren Körper, unsere Verdauung und unseren Stuhlgang unbewusst.

Dieses Bedürfnis des Nur-zu-Hause-Wollens ist das Gegenstück des Unterwegs-nicht-Könnens. Wenn wir unterwegs sind und uns an unbekannten Orten aufhalten, erfahren wir oftmals Schwierigkeiten bei der Verdauung. Bauchschmerzen sind häufig die Folge. Professor Haslam hat auch dafür eine Erklärung: Unser Zuhause ist wie ein Sicherheitssignal für unseren Darmtrakt und signalisiert uns: „Hier ist der richtige Ort, um mal zu müssen“. Unsere Sinne spielen dabei eine große Rolle: Bekannte Gerüche und gewohntes Essen lassen uns zu Hause fühlen. Genau wie man im eigenen Bett zu Hause besser schläft, kann man auch in der eigenen Umgebung entspannter auf die Toilette gehen. In einer aktuellen Forsa-Umfrage gehen wir der Frage nach, was die Deutschen als Erstes tun, wenn sie nach Hause kommen – ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse, die du hier bald nachlesen kannst.

Auf öffentlichen Toiletten können wir oft nicht.

Tatsächlich ist für viele Menschen das Aufsuchen einer öffentlichen Toilette selten eine Option, wie zum Beispiel auch die Blogger von schoenhaesslich.de bestätigen. Sie haben sich ebenfalls mit dem Thema auseinandergesetzt und beziehen deutlich Stellung: „Wir als bekennende Heimscheißer haben es oft nicht leicht. Mit zugekniffenen Pobacken und gekreuzten Beinen versuchen wir, uns nichts anmerken zu lassen.“

Warum halten wir lieber den ganzen Tag durch, anstatt uns auf fremden Toiletten zu erleichtern? Öffentliche Toiletten sind oft unhygienisch, fast immer fehlt das nötige Papier und Privatsphäre ist meistens auch nicht gegeben. Nur wenn es gar nicht mehr anders geht, suchen wir ein öffentliches WC auf. Zu wissen, dass fremde Personen die Toilette zuvor benutzt haben, oder die Toilette eventuell schon länger nicht mehr gereinigt wurde, lässt uns den Toilettengang hinauszögern. Das eigene Bad zu Hause entspricht unseren Hygienevorstellungen und somit können wir uns dort ohne Sorge auf die Toilette setzen und entspannen.

AquaClean Sela mit Waschtisch und Spiegelschrank.

Unser heimisches Bad und unsere eigene Toilette geben uns das Gefühl von Sicherheit – mit dem Dusch-WC wird es zum erfrischenden Wohlfühl-Erlebnis.

In seinem eingangs erwähnten Buch erklärt Nick Haslam, dass wir nicht nur aus hygienischen Gründen öffentliche Toiletten vor allem für das große Geschäft meiden: „Wir schämen uns am meisten, wenn unser Körper uns auf eine Art und Weise im Stich lässt, die unsere Reinheit oder Würde verletzt, besonders, wenn unser Versagen im Beisein anderer zum Vorschein kommt.“ Auf öffentlichen Toiletten fühlen wir uns oft nicht wohl genug, um uns in Ruhe zu erleichtern. Wir haben Sorge, es könnte jemand herein kommen, uns hören oder sogar riechen. „Die Angst bezieht sich nicht nur darauf, beobachtet zu werden, sondern auch darauf, von vertrauten Menschen bemerkt zu werden oder andere warten zu lassen“, so Nick Haslam weiter. Schnell macht sich Scham breit und wir fühlen uns von der Anwesenheit anderer Menschen gestört. Laut Haslam haben wir keine Angst vor der Örtlichkeit an sich, sondern eher „Angst davor, was passieren könnte, wenn andere Zeugen unserer Ausscheidungsversuche werden.“ Woher Angst und Schamgefühl kommen, wird uns ein Psychoanalytiker in einem weiteren Beitrag noch genauer erklären.

Auf der eigenen Toilette ist es am schönsten

Wenn wir doch also alle „Nur-zu-Hause-Könner“ sind, warum gestalten wir uns dann den Toilettengang zu Hause nicht schöner und werden zu „Bessermüssern“? Damit wären wir wieder bei unserem Plädoyer dafür, die eigene Toilette mehr wertzuschätzen: Gestalten wir uns den Gang dorthin noch angenehmer! Eine wohlriechende Duftkerze und eine gute Toilettenlektüre sorgen schon für mehr Atmosphäre. Mit den Dusch-WCs unserer AquaClean Serie wird daraus aber ein Wohlfühl-Erlebnis, auf das du dich beim Heimkommen jedes Mal auf‘s Neue freuen kannst.

© Titelbild: Artem

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