Ein wohnliches Bad, modern eingerichtet mit bodenebener Dusche.

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Mehr als nur ein Raum: das Bad heute

In Zeiten des sozialen Rückzugs ins Private wird die individuelle Gestaltung der eigenen vier Wände zum Faktor für Glück und Zufriedenheit. Ein echtes Zuhause ist ein Rückzugsort, aber auch ein Ort der Inspiration. Das Bad spielt dabei nicht nur die Rolle eines technischen Funktionsraums, sondern hat die bei den Römern gültige Bedeutung eines Tempels für geistige und körperliche Erfrischung und Erneuerung wieder erlangt. 

Was das Bad 2021 leisten muss  

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Hygiene und das entspannende Bad mit dem Niedergang der Römer verschwanden und erst wiederentdeckt werden mussten. Auch die Ansprüche an das Bad haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Sie sind heute ganz andere als noch vor einigen Jahren. 
 
Neben reiner Funktion entdecken wir beispielweise bodenebene Duschen als ästhetisch und angenehm im täglichen Gebrauch. Wir legen Wert auf Oberflächen, die pflegeleicht und einfach zu reinigen sind, damit Hygiene gewährleistet ist. Stauraum ist ein weiterer wichtiger Punkt, damit wir frische Handtücher, Kosmetik oder Bedarfsartikel an Ort und Stelle übersichtlich und ordentlich organisieren können. Als Raum muss das Bad zugleich zeitlos schön und individuell sein, aber auch komfortabel.   

Auf diese 5 Punkte kommt es bei der Gestaltung des wohnlichen Bads an 

Beim Start in den Tag und beim Übergang in die Nacht ist das Bad der Schlüssel für ein frisches und hygienisches Körpergefühl, das uns selbstbewusst und sicher den Alltag meistern lässt. Gerade, weil wir uns nur leicht- oder unbekleidet im Bad aufhalten, sollte es eine Lounge der Wohnlichkeit und Entspannung sein. Komfortable Badkomponenten lassen sich dabei auch nachrüsten, wenn man nicht das gesamte Bad renovieren will. 

Diese fünf Punkte erachte ich dabei als wichtig: 

 

Wohnpsychologe Uwe Linke

“Im Winter liebe ich die Fußbodenheizung in meinem kleinen schwarzen Bad." Für Wohnpsychologe Uwe Linke ist die Zeit morgens im Bad eine ganz besondere. Copyright: Stephan Glathe 

1. Genügend cleverer Stauraum ist sinnvoll, um alles unterzubringen und optische Ruhe herzustellen.  

2. Farben sollten uns Frische und Zeitlosigkeit vermitteln, wie kräftige Kontraste zu weißem Porzellan. Anthrazit, Schwarz und Holzoberflächen lassen Weiß erst richtig strahlen.  

3. Duschen sind heute schwellenfrei und dadurch nicht nur besser zu reinigen, sondern auch rutschsicher. Ablaufrinnen sehen nicht nur eleganter aus, sondern sind auch hygienischer. 

4. Wer schon einmal in Japan war, kennt  Dusch-WCs, die den Intimbereich mit einem warmen Wasserstrahl reinigen. Auch in Deutschland werden sie immer beliebter. Ein unvergleichliches Gefühl danach, das zur Gesundheit und Hygiene mehr beiträgt als die übliche Methode mit Papier.  

5. Das beste Licht im Bad kommt vom Spiegel vor uns, weil es natürlich wirkt und uns frischer erscheinen lässt. Ein beleuchteter Kosmetikspiegel ist daher das Highlight für jedes Bad und jede Altersgruppe. Indirektes Licht etwa an den Badmöbeln gibt dem Raum eine luftige Leichtigkeit und taucht das Bad in eine sanfte und angenehme Helligkeit, ohne zu blenden.  

Fazit: Ein gut gestaltetes und sinnvoll ausgestattetes Bad hebt die Wohn- und Lebensqualität auf ein neues Level.  

Uwe Linke ist Pionier der Wohnpsychologie, Designer, Autor und Paartherapeut. Er analysiert emotionale Bedürfnisse und schafft Wohlfühlatmosphären für Privat, im Handel und in Gastro- und Hotellerie. „Dekorieren müssen andere – ich erarbeite Persönlichkeitskonzepte und übersetze sie kreativ auf den Lebensraum mit Raum, Licht und Farbe.“   

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